Hauptursachen für Haarausfall?

SRS Hair Specialist - Shop - - Geschrieben am 04.07.2018

Was sind die Hauptursachen für Haarausfall?

Haarausfall ist eine komplexe Krankheit, die auf mehrere Ursachen zurückzuführen ist. In vielen Fällen entsteht Haarausfall aufgrund einer genetischen Veranlagung in Kombination mit Umweltfaktoren. Manchmal können auch bestimmte Krankheiten, Behandlungsmethoden oder Medikamente einen Einfluss auf das Erscheinungsbild dieser Gesundheitsstörung haben. Nach momentanem Erkenntnisstand wissen wir, dass ungeachtet dessen, wo die eigentliche Ursache liegt, im Endstadium des Haarausfalls überdurchschnittlich viel Hormon Dihydrotestosteron (DHT)(1-4) produziert wird. Dieses Hormon wird durch eine Enzymreaktion aus dem Vorläufer-Hormon Testosteron gebildet, das man sowohl bei Männern aus auch bei Frauen in unterschiedlicher Menge findet.(1-3)
Das als Abfallhormon angesehene DHT ist in der Lage, sich an den Haarfollikeln festzusetzen und die Nährstoffzufuhr zu den Haarwurzeln zu drosseln. Durch diese Unterversorgung sterben die Haare ab und fallen schließlich aus.
Um zwischen Haarausfall und normalem Haarverlust unterscheiden zu können, muss man zuerst einmal den Wachstumszyklus der Haare verstehen. Haare wachsen zyklisch und durchlaufen drei wesentliche Phasen: die Wachstumsphase, oder auch „anagene Phase“, die Ruhephase, oder auch „kataene Phase“, und schließlich die Phase, in der das Haar ausfällt, auch „telogene Phase“ genannt. (1,5,6)
Jedes Haar wächst fünf bis sieben Jahre lang, befindet sich dann für zirka zwei Wochen in der Übergangsphase (katagene Phase), ehe es für einen Zeitraum von drei bis sechs Monaten (1,5-7) in die telogene Phase eintritt. Nachdem das Haar ausgefallen und die telogene Phase somit abgeschlossen ist, beginnt an derselben Stelle ein neues Haar zu wachsen und der Zyklus beginnt von vorne.

Es sind immer etwa 75% bis 85% der gesamten Kopfhaare in der Wachstumsphase und zwischen 15% und 25% in der Ruhephase. Wenn nun anstelle der ausgefallenen Haare keine neuen Haare nachwachsen, entsteht eine Glatze.
Wenn bei Ihnen eine erbliche Veranlagung für Haarausfall vorliegt, ist es gut möglich, dass sich die Wachstumsphase Ihrer Haare von den sonst üblichen 5 bis 7 Jahren auf – man staune - mehrere Monate verkürzt. Somit treten Ihre Haare viel schneller als üblich in die dritte Phase ein, in der die Haare ausfallen.
Jeder Mensch – ob Mann oder Frau – verliert täglich Haare; die meisten liegen mit durchschnittlich 70 bis 100 pro Tag im Normbereich. Liegt Haarausfall vor, fallen mehr Haare aus als nachwachsen und die Haardichte nimmt ab.

Haarausfall bei Männern
Auch wenn Statistiken quer durch verschiedene Länder und Bevölkerungsgruppen zu unterschiedlichen Ergebnissen kommen, zeigen Studien, dass sich bei etwa jedem vierten Mann bis zum 30. Lebensjahr (8,9) eine Glatze bildet. Aktuelle Statistiken lassen sogar darauf schließen, dass mehr als 80% der Männer ihr Leben lang unter Haarausfall leiden(4,9).
Haarausfall bei Männern kann ganz unterschiedlich geartet sein, meist sind die Beschwerdebilder jedoch Geheimratsecken, kahle Stellen oder die Abnahme der Haarwuchsdichte am Kopf. Diese Androgenetische Alopezie (AGA) ist die meistverbreitete Form des Haarausfalls bei Männern. Über 90% der Fälle weltweit sind dieser Sparte zuzuordnen.
Die Gene, die man für Haarausfall verantwortlich macht, stehen möglicherweise im Zusammenhang mit dem Geschlecht eines Menschen, wobei es sich offensichtlich um eine speziell von mütterlicher Seite weitergegebene Erbanlage handelt. Eine erbliche Veranlagung alleine führt jedoch nicht automatisch zu Haarausfall, und man sollte daher auch andere potentiell verantwortliche Auslösefaktoren unter die Lupe nehmen. Die unterschiedlichsten Lebensgewohnheiten können hier eine Rolle spielen: falsche Ernährung, schädliche Chemikalien in Pestiziden, radioaktive Strahlung durch verschmutztes Wasser, bestimmte Krankheiten, traumatische Erlebnisse, Stress, Depressionen und/oder Hormonstörungen, um nur ein paar zu nennen. Wenn Sie mehr hierzu erfahren möchten, klicken Sie bitte hier.
Haarausfall bei jungen Männern
Unseren Erfahrungen zufolge ist das Durchschnittsalter der Männer, die über Haarausfall klagen, über die Jahre stetig gesunken. Vor dreißig Jahren waren eher Männer von Mitte 40 bis Mitte 50 zum ersten Mal davon betroffen. Heutzutage kommen immer mehr junge Männer im Alter von 16 bis 40 mit diesem Problem zu uns. Dies spiegelt möglicherweise unsere gesellschaftlichen Veränderungen und deren Auswirkungen auf unser Lebensumfeld wieder.

Haarausfall bei Frauen
Statistiken belegen, dass mehr als 40 Prozent aller Frauen bis zu ihrem 60. Lebensjahr (10) in irgendeiner Weise von Haarausfall betroffen sind.
Auch wenn bei Frauen Testosteron nur in verschwindend geringen Mengen festzustellen ist, können bereits minimale Abweichungen vom üblichen Wert zu einer übermäßigen Produktion von Dihydrotestosteron (DHT) führen, das als Hauptverursacher für Haarausfall gilt.
Neben der erblichen Veranlagung können bei Frauen weitere Auslösefaktoren für Haarausfall verantwortlich sein. Dazu zählen vor allem Schwankungen des Hormonspiegels nach einer Geburt und in den Wechseljahren, aber auch die übermäßige Beanspruchung der Haare durch Haarfärbemittel, Haarglättung, Dauerwellen und Haarpflegeprodukte sowie falsche Ernährung und übermäßiger Stress. Wenn Sie mehr zu diesem Thema erfahren möchte, klicken Sie bitte hier.

Ein wirksames Behandlungskonzept
Unabhängig davon, woher ihr Haarausfall kommt, wir von SRS Hair Specialist werden Ihnen helfen. Mithilfe unserer mikroskopischen Haaranalyse lässt sich feststellen, wie weit Ihr Haarausfall schon fortgeschritten ist. In Kombination mit unseren Erkenntnissen über Ihre Lebensgewohnheiten und genetischen Veranlagungen können wir ein optimales Behandlungskonzept für Ihren Haarausfall erstellen.

Weitere Details zu unserer mikroskopischen Haaranalyse und unserer Behandlungsmethode finden Sie hier.

Quellen:
1.Kaufman KD. Androgens and alopecia. Molecular and Cellular Endocrinology 2002;198(89Á/95). https://www.sciencedirect.com/science/article/pii/...
2.Price VH. Androgenetic alopecia in women. 2003. Elsevier. p 24-27. https://ac.els-cdn.com/S0022202X15529369/
3.Camacho-Martínez FM. Hair Loss in Women. Semin Cutan Med Surg;28:19-32. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/19341939
4.Ellis JA, Stebbing M, Harrap SB. Polymorphism of the androgen receptor gene is associated with male pattern baldness. Journal of investigative dermatology 2001;116(3):452-455. https://www.sciencedirect.com/science/article/pii/...
5.Sinclair RD, Dawber RP. Androgenetic alopecia in men and women. Clinics in dermatology 2001;19(2):167-178. http://www.cidjournal.com/article/S0738-081X(00)00128-0/fulltext
6.Shapiro J. Hair loss in women. New England Journal of Medicine 2007;357(16):1620-1630. http://www.nejm.org/doi/full/10.1056/NEJMcp072110
7.Paus R. Principles of hair cycle control. The Journal of dermatology 1998;25(12):793-802. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/9990771
8.Rhodes T, Girman CJ, Savin RC, Kaufman KD, Guo S, Lilly FR, Siervogel R, Chumlea W. Prevalence of male pattern hair loss in 18–49 year old men. Dermatologic surgery 1998;24(12):1330-1332. https://www.researchgate.net/publication/13423298_...
9.Sinclair R. Male pattern androgenetic alopecia. Bmj 1998;317(7162):865-869. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/books/NBK278957/
10.Whiting DA. Male pattern hair loss: current understanding. International journal of dermatology 1998;37(8):561-566. https://onlinelibrary.wiley.com/doi/pdf/10.1046/j....